Rottenburger Stadthexen
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| Kurzinfo: | ||
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Die Rottenburger Stadthexen der Narrenzunft Rottenburg stellen nicht nur in der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte sondern generell in der Schwäbisch-Alemannischen Fastnacht eine Besonderheit dar. Zum einen, weil es nur neun Stück von ihnen gibt, zum anderen, weil jede ein eigenes Häs und eine eigene Maske besitzt.
Die Hexen wurden, genauso wie die Ahlande, schon vor Jahrhunderten beschrieben.
Mit Beginn der Fasnet am Dreikönigstag werden die Stadthexen vom Zeremonienmeister der Narrenzunft zum "Abstauben" in die Rottenburger Lokale ausgesandt; da Hexen in der Schwäbisch-Alemannischen Fasnet allgemein für ihre derben Späße bekannt sind, ist das Abstauben mit Spuk und Ulk verbunden.
Die Stadthexen werden symbolisch für den Winter am "Schmotzigen Dauschteg" (=Fasnetsdonnerstag) auf dem Marktplatz von den Ahlanden vertrieben.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadthexen
Folgende neun Stadthexen sind in Rottenburg anzutreffen:
- Zusann die Oberhexe
- Doggele die Trinkhexe
- Annele die eine Kesselhexe
- Kätterle die andere Kesselhexe
- Traudele die Feuerhexe
- Hulda die Kräuterhexe
- Uschel die Zauberhexe
- Hannele die Kartenschlägerin
- Sybille das Heuberger Hexle
Geschichtliches
Rottenburg ist von alters her als eine Metropole der Hexen bekannt. Dies bestätigte schon der Historiker Martin Plansch. Er schrieb im Jahre 1507 in einem Lateinischen episculum de sagis maleficis, daß die Hexen zum mons foenis, vom Volke "Heuberg" genannt, ziehen, wo sie unter Tänzen und fröhlichem Gelage feierten. In der bekannten Sagensammlung von Dr. A. Birlinger und Dr. M. Buck "Volkstümliches aus Schwaben" 1881, Band 1, ist der uralte Turm, der Heubergturm, aus Römerzeiten, erwähnt, in dem das Heuberger Hexle, genannt Sybille, haust.
Dieser Turm, welcher Hexenturm genannt wird, ist in früheren Zeiten Sammelplatz aller Hexen der Umgebung gewesen.
Die Stadthexen aus Rottenburg ritten bei Vollmond auf Ofengabeln zum Berg. 1852 berichtete E. Maier in seinem Sagenbuch ebenfalls von Hexentänzen auf dem Rottenburger Heuberg unter dem Hexenbäumle.
In alten Akten und anderen Aufzeichnungen können viele Orte der Hexenversammlungen gefunden werden: im Schloßgraben, beim Nonnenbirnbaum, beim Hochgericht, auf der Alt-Rotenburg, in der Dölle, im Ringelwasen, bei der Galgenbrücke, bei Kalkweil, beim Hexengässle.



