Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft e.V.
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| Bild:Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft-Logo.gif Basisdaten | |
|---|---|
| Vereinskürzel: | --- |
| Land: | Deutschland |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Gründung: | 1934 |
| Mitlieder: | ca. 1580 |
| Vorstand: | Andreas Kaltenbach |
| 2.Vorstand: | Walter Bialoncig |
| Schatzmeister: | Axel Müller |
| Schriftführer: | Dieter Wörner |
| Adresse: | Obere Laube 77a 78462 Konstanz |
| Telefon: | 07531-25234 |
| Narrenruf: | Ho Narro bzw. Guet Blätz |
| Webpräsenz: | www.blaetzlebuebe-zunft.de |
| E-Mail: | zunftmeister@blaetzlebuebe-zunft.de |
Die Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft e.V. ist eine sehr alte Narrenzunft in Konstanz. Sie wurde bereits 1934 gebründet und ist seit 1938 Mitglied in der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünft (VSAN). Sie hatte im Jahre 2008 etwa 1580 Mitglieder und gehört damit zu den großen Narrenzünften in Süddeutschland.
Verein
Geschichte
1934 gründete Ludwig Müller die Narrenzunft, nachdem im Jahr zuvor die alte Figur des Blätzlebuebe wieder belebt wurde. Bereits 1938 erfolgte die Aufnahme in die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. 1952 erfolgte die erste Einsetzung des Blätzlerates (Narrenrat) durch den Blätzlevatter.
Weitere Figuren kamen in den Jahren 1938 mit dem Laternentänzer, 1950 mit den Fanfarenzüglern und 1952 mit dem Polizeiblätz hinzu.
Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte 1957 und 1968 erfolgte der Bau des Blätzlebrunnens. 1972 fand ein großes Narrentreffen der VSAN in Konstanz statt. Der Start der sogenannten "Schnetztorinitiative" erfolgte 1975. 1978 wird das Schnetztor "Baudenkmal von nationaler Bedeutung" und es folgt die Einweihung der Zunftstube im Schnetztor.
1997 gab es eine Herbstarbeitstagung der VSAN in Konstanz, 2000 das Landschaftstreffen der Landschaft "Bodensee-Linzgau-Schweiz" der VSAN.
2005 erfolgte die Gründung einer weiteren Maskengruppe: der "Konstanzer Hansele".
2009 waren die Blätzlebuebe Gastgeber für die Hauptversammlung der VSAN.
Das große Narrentreffen der VSAN wird 2012 wiederum in Konstanz stattfinden und von der Blätzlebuebe-Zunft ausgerichtet.
Vorstände
Zunftmeister
- 1950 bis 1962 Hugo Stuhler
- 1962 bis 1970 Hermann Adelmann
- 1970 bis 1972 Franz Kuster
- 1973 bis 1990 Heinz Hug
- 1990 bis 1998 Peter Längle
- 1998 bis ???? Andreas Kaltenbach
Ehrenzunftmeister
- Heinz Hug
- Peter Längle
Ehrennarrenräte
- Wolfgang Gollwitzer
- Rolf Grötsch
- Walter Kaiser
- Albert Müller
- Peter Müller
- Roland Sauter
Gruppen/Figuren
Konstanzer Blätzlebueb
Beschreibung der Figur.
Narrenrat oder Ratsblätz
Beschreibung der Figur.
Fanfarenzügler
Laternentänzer
Polizeiblätz
Konstanzer Hansele
Narreneltern
Narrenrat
Termine/Veranstaltungen
innerhalb der Fasnacht
Laternentanz
Der Laternentanz wird am Schmutzige Dunschdig nach dem Wecken und vor dem Verbrennen am Abend des Fasnachtsdienstag aufgeführt. Auch bei Narrentreffen ist er bei Brauchtumsvorführungen zu sehen.
Blätzleball
Der Blätzleball findet im Saal statt. Der erste Austragungsort war die "Obere Sonne". Es folgten "Victoria", Bilgerstuben", "Barbarossa" und "St. Johann". Im Jahr 2000 fand der Ball im "Stefanshaus" statt. In neuerer Zeit steht er unter einem Motto.
Wecken
Der Schmutzige Dunschdig, der Haupttag der Konstanzer Fasnacht, beginnt bei den Blätzlebuebe - wie bei vielen anderen Zünften der Stadt - mit dem Wecken. Unterstützt durch den "Lärm" des Fanfarenzuges und begleitet von "Ho Narro" Rufen ziehen die Blätzlebuebe durch einen Teil der Altstadt und Stadelhofens. Ein kleiner Halt wird beim "Vögelebeck" eingelegt, um den alten Brauch des Heischens abzuhalten. Nach dem Aufsagen des Narrensprüchles "In de Hüetlinstroß am Eck"... " (siehe oben), der die Herausgabe von Bretzeln bezweckt und erreicht, geht der Umzug weiter. Am Schnetztor wird der Troß von der Stadtwache erwartet. Der krönende Abschluß des Weckens ist der Laternentanz auf dem Blätzleplatz.
Aufsagen
Schnurren
Schnurren gehört in die Gruppe der Rügebräuche. In einer Definition für das Schnurren ist zu lesen: "Schnurren ist liebevolles Necken und Spötteln, aber kein Zutragen von Gemeinheiten." Aufsagen, Hecheln oder Strählen sind andere Ausdrücke für das Schnurren. Dieser Brauch wird von individuellen Gruppen der Blätzlebuebe hauptsächlich am "Schmutzige" gepflegt. Aber auch bei Umzügen oder an Narrentreffen findet der Blätz Gelegenheit in seinem Häs mit verstellter Stimme eine moderne Form des Schnurrens zu praktizieren.
Straßenfasnacht mit Motto
Kinderumzug
Wurstschnappen
Das Wurstschnappen am Kaiserbrunnen wird am Fasnachtsmontag seit 1962 durchgeführt. Der Narrensamen wird mit Gutsele, Wurst und Bretzel beschenkt.
Konstanzer Goschete
Goschen ist das Konstanzer Wort für Schimpfen. Dieser Brauch gibt jedem die Möglichkeit in verbaler Form seinem Ärger Luft zu machen. Der Goscher kann frei von der Leber weg sein Anliegen vortragen. Es sollten dabei aber die allgemein üblichen Regeln der Narretei eingehalten werden. Die "Konstanzer Goschete" findet am Fasnachtsdienstag am Obermarkt statt.
Fasnacht verbrennen
Zum Ausklang der Fasnacht 1959 wurde am Fasnachtsdienstag um 24 Uhr vom Blätzlevatter auf dem Obermarkt erstmals eine Strohpuppe verbrannt, ein Brauch, der nach einer Unterbrechung zwischen 1962 und 1968 erst an der Fasnacht 1969 in wesentlich größerem Rahmen wieder aufgenommen wurde. Die bis 1969 gepflegte, etwas makabre Form der Fasnachtsbeerdigung am Dienstag durch das Hinablassen eines kleinen Glassarges mit dem "Märte" in den Keller des Zunftlokals "Roter Knopf" erschien nicht mehr närrisch genug. Statt dessen wurde ein überlebensgroßer Blätz, der in seinem Innern eine riesige Anzahl von Knallkörpern barg, gebaut. Dieser Riesenblätz wurde abends am Blätzleplatz angezündet. Fast eine halbe Stunde lang flogen die Knallfrösche und Heuler den vielen Zuschauern krachend, zischend und pfeifend um die Ohren, bis nur noch ein Häufchen Asche von der Figur übrigblieb. Bis 1973 wurde vom "Verbrennen des Märte", danach vom Verbrennen der Fasnacht gesprochen. Dieser Brauch wird bis zum heutigen Tage gepflegt.
Orden/Auszeichnungen
Zunftorden
Bereits 1937 entwarf der Blätzlevatter einen Zunftorden um verdiente Blätzlebuebe auszeichnen zu können. Dieser wurde erstmals 1938 verliehen.
Schnurr- oder Narrenorden
1955 entwarf Peter Müller den "Schnurrorden" um das Schnurren in den Lokalen zu fördern. Dieser hatte die Form eines Plastikblätzes mit aufgedrucktem Zunftsymbol. Das Motiv wechselt von Jahr zu Jahr. Die Blätzlebuebe verteilten den Schnurrorden als Anerkennung.
Halsorden des Narrenrates
Die Mitglieder des Narrenrates tragen den Halsorden. Dieser wurde 1959 zum 25jährigen Jubiläum der Blätzlebuebe eingeführt.
Blätzlevatterorden
Der Blätzlevatter Ludwig Müller stiftete anläßlich des 25 jährigen Jubiläums der Zunft den "Blätzlevatterorden". Dieser wurde von 1959 bis 1966 insgesamt 49 mal an verdiente Blätzlebuebe verliehen.
Gardeorden
Bei der Mitgliederversammlung 1968 wurde beschlossen eine zuverlässige Blätzlebuebe-Garde ins Leben zu rufen. Diese sollten eine Stellung zwischen Narrenrat und normalem Blätzlebuebe einehmen. Hierfür wurde der Gardeorden geschaffen, welchen die ausgezeichneten selber bazahlen mussten.
Der "Große Blätz"
Seit 1968 gibt es den Großen Blätz. Er vom damaligen Zunftmeister Heinz Hug ins Leben gerufen. Die Ehrennadel kam 1987 hinzu. Diese wurde von Peter Müller geschaffen. Die Ordensträger sind im Ordensbuch der Zunft niedergelegt. Den großen Blätz gibt es in folgenden Ausführungen:
- Bronze ( 20 Jahre Mitglied)
- Silber ( 30 Jahre Mitglied)
- Gold ( 40 Jahre Mitglied)
- Ehrennadel ( 50 Jahre Mitglied)
Die Verleihung findet jährlich bei der Hauptversammlung der Zunft statt.
Ehrenorden zum Großen Narrentreffen der VSAN in Konstanz
Anlässlich des Großen Narrentreffens der VSAN in Konstanz im Jahr 1972 wurde der entsprechende Ehrenorden geschaffen.
Spenderorden
Für die Finanzierung der Schnetztorrenovierung wurden 1975 die Spendenorden eingeführt. Es gab sie in bronze (30 Dm Spende), Silber (50 Dm Spende) und in Gold mit Kordel (100 Dm Spende). Die Spenderorden wurden nach einer Grafik des Schweizer Künstlers und Freund der Blätzlebuebe Geny Hotz gestaltet.
Schnetztororden für verdiente Helfer bei der Schnetztorrenovierung
Für verdiente Helfer bei der Schnetztorrenovierung wurde ein Orden in Bronze, Silber und Gold entworfen.
Ehrenorden zum Landschaftstreffen der VSAN in Konstanz
Anlässlich des Landschaftstreffens der VSAN in Konstanz 2000 wurde ein entsprechender Ehrenorden geschaffen, welcher an Ehrengäste und verdiente Helfer verliehen wurde.
Goscheteorden
Seit 2001 wird der Goscheteorden verliehen. Er wurde für die "Konstanzer Goschete" kreiert. Jeder, der bei der Goschete am Fasnachtsdienstag etwas zum Besten gibt, erhält diesen Orden. Er ist limitiert auf ca. 50 Stück pro Jahr. Das Erscheinungsbild wechselt von Jahr zu Jahr und "zeichnet" Personen aus, die sich in besonderer närrischer Art hervorgetan haben - sei es positiv oder negativ.
Turmherrenorden
Der Turmherrenorden wird an die Turmherren der Zunft verliehen. Er wurde erstmals 2002 bei der 25. Tafel der Turmherren im Schnetztor überreicht. Der Orden ist an einer goldenen Kette befestigt und kann dadurch um den Hals getragen werden.


