Alte Fastnacht
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Nach der Reform durch das Konzil von Benevent, welches den Termin des Beginns der Fastenzeit um 6 Tage vorverlegt hatte, blieb aber trotzdem der ursprüngliche Termin (der Dienstag in der 6. Woche vor Ostern) in Erinnerung, vor allem in einigen ländlichen Gebieten sowie in evangelischen Gebieten, die diese Konzilsbeschlüsse nicht anerkannten. Hier wurde die Fastnacht also weiterhin eine knappe Woche später am Montag gefeiert. Diese Bräuche haben sich als alte Fastnachtszünfte oder Bauernfastnachten bis heute erhalten. Oftmals wurde dann auch die Fastnacht zweimal gefeiert, wobei dann zur Unterscheidung zur Bauernfastnacht die erste, am Aschermittwoch endende Fastnacht als Herren- oder Pfaffenfastnacht bezeichnet wurde. Beispiele für die alte Fastnacht sind die Funkensonntage, der Hirschmentig in Furtwangen oder der Termin der Basler Fasnacht.
Weitere Bezeichnungen
Funkensonntag, Holepfannsunntag, Kassunnti (Käsesonntag), Küachlisunntig
Funkensonntag
Der so genannte "Funkensonntag" oder als "Sonntag Invocavit" bezeichnet, wird stets am Sonntag nach dem Aschermittwoch gefeiert. Vom Funkenflug stammt der Name. Vielerorts (regionalbedingt) treffen sich an diesem Tag zum letzten mal die Mitglieder der Narrenzünfte! Es werden div. Bräuche begangen, wie z.B. das "Funkenring-Würfeln". Der "Funkenring" ist ein Gebäck, hergestellt aus Mürbteig. Abends lodern dann überall u.a. in Oberschwaben die "Funkenfeuer". Parallelen zum Fasnetsverbrennen sind durchaus gegeben.


